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Baumdiagnose

Was aussen gesund wirkt, kann innen gefährdet sein – zerstörungsfreie Diagnose schafft Klarheit.

Viele Bäume, die von aussen gesund wirken, sind im Inneren bereits stark geschädigt. Pilzbefall oder Fäulnis im Stamm entwickeln sich oft über Jahre, ohne dass man von aussen viel davon sieht. Bis die Symptome sichtbar werden, hat sich der Schaden meist schon ausgebreitet.

Mit Baumtomographie machen wir das Innenleben eines Baumes sichtbar, ohne ihn zu verletzen. Das Verfahren liefert ein Querschnittsbild des Stammes: Es zeigt, wo gesundes Holz endet und wo Fäulnis, Verfärbung oder ein Hohlraum beginnt. Daraus lässt sich ableiten, ob ein Baum erhalten, gesichert oder gefällt werden sollte.

Wie funktioniert das Verfahren?

An der zu untersuchenden Stammhöhe werden dünne Messelektroden gleichmässig um den Stammumfang verteilt. Durch diese Elektroden wird ein schwacher elektrischer Strom ins Holz eingeleitet. Gesundes, trockenes Holz leitet Strom schlecht, feuchtes oder durch Fäulnis verändertes Holz dagegen deutlich besser. Aus den gemessenen Widerstandsunterschieden berechnet eine Software ein farbiges Tomogramm: ein Querschnittsbild, das den Zustand des Holzgewebes im Stamminneren sichtbar macht.

Das Verfahren erfasst frühe Fäulnisstadien genauso wie weit fortgeschrittene Schäden. Bei Stammrissen, Hohlräumen oder unklaren Befunden kombinieren wir es bei Bedarf mit akustischer Tomographie als zweiter Messmethode.

Was Sie erhalten

  • Tomogramm des Stammquerschnitts: Farbliches Querschnittsbild mit Darstellung von gesunden, verfärbten und faulen Bereichen sowie Hohlräumen
  • Restwandstärke: Einschätzung, wie viel tragendes Holz noch vorhanden ist und ob die Bruchsicherheit des Baumes noch gegeben ist
  • Schadensausmass und -tiefe: Wo genau befindet sich der Schaden, wie gross ist er – und wie weit erstreckt er sich vertikal im Stamm?
  • Befundbericht mit Empfehlung: Schriftliche Dokumentation der Messergebnisse mit konkreter Handlungsempfehlung: Erhalt mit Massnahmen, Beobachtung oder Fällung

Wann ist eine Baumdiagnose sinnvoll?

Eine Messung lohnt sich immer dann, wenn die visuelle Kontrolle allein keine sichere Beurteilung erlaubt – oder wenn der Verdacht auf innere Schäden besteht. Typische Situationen:

  • Pilzkörper (Fruchtkörper von Holzpilzen) am Stamm, an Wurzeln oder im Stammfussbereich
  • Rindenverletzungen, offene Wunden, alte Astausbrüche oder Stammrisse
  • Baum klingt beim Klopfen hohl oder wirkt instabil
  • Auffälliger Kronenrückgang, Vergilbungen oder einseitiges Absterben trotz ausreichend Wasser
  • Baum an frequentiertem Standort (Weg, Spielplatz, Parkplatz, Gebäude) – erhöhte Anforderung an Verkehrssicherheit
  • Unsicherer Befund nach visueller Baumkontrolle – die Messung liefert Gewissheit
  • Entscheidungsgrundlage für Fällgesuch, Sicherungsmassnahme oder Befundbericht
  • Wertvoller oder alter Baum: lohnt sich eine Erhaltungsmassnahme noch?

Die Baumdiagnose ergänzt die visuelle Baumkontrolle gezielt dort, wo Gewissheit gefragt ist. Beide Leistungen können kombiniert werden.

Unsicher, ob Ihr Baum betroffen ist?

Schildern Sie mir die Situation – ich berate Sie unverbindlich, ob und welche Untersuchung sinnvoll ist.

+41 77 400 11 83 · info@baum-umwelt.ch